Gutachten empfiehlt verpflichtende Umsetzung der Qualitätsstandards der DGE und beitragsfreie Kita- und Schulverpflegung

Der interdisziplinär mit 18 Wissenschaftler*innen besetzte Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft setzt sich für eine nachhaltigere Ernährung in Deutschland ein. Mit einer umfassenden Analyse zeigt das vom WBAE am 21. August vorgelegte Gutachten, wie Politik dazu beitragen kann, dass sich die Menschen in Deutschland nachhaltiger ernähren. Es empfiehlt eine Neuausrichtung und Stärkung des Politikfeldes Ernährung einschließlich aller vier Zieldimensionen: Gesundheit, Soziales, Umwelt (einschließlich Klima), Tierwohl sowie die Gestaltung von angemessenen Ernährungsumgebungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Als zentrale Forderung wurde von den Autor*innen auch ein Systemwechsel in der Kita- und Schulverpflegung mit mehr staatlicher Steuerung und Unterstützung formuliert. Dabei wird eine schrittweise Einführung der beitragsfreien Kita- und Schulverpflegung, eine verpflichtende Umsetzung der Qualitätsstandards der DGE, die Schaffung von angemessenen Räumlichkeiten, die Regulierung kompetitiver Verpflegungsangebote sowie die Stärkung handlungsorientierter Ernährungsbildung und ein Bundesinvestitionsprogramm „Top-Mensa” vorgeschlagen.

Zum Gutachten des WBAE: https://nachhaltigere-ernaehrung-gutachten.de/

Weitere Informationen:
https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/Beiraete/agrarpolitik/wbae-gutachten-nachhaltige-ernaehrung.html

Bild: Citypraiser auf Pixabay