Mitbestimmung der Schulgemeinschaft beim Schulessen

Gemeinsames Essen und Trinken bringt alle in der Schulgemeinschaft zusammen und stärkt das soziale Miteinander. Teilhabe und die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen werden so gefördert. Für eine gelingende Umsetzung guter Schulverpflegung ist die Partizipation von Schülerinnen und Schülern besonders wichtig.
Entscheidungen, die das Essen und Trinken in der Schule betreffen, sollten durch gemeinsame Beschlüsse der Schulkonferenz, in der Eltern und Schüler*innen Mitspracherecht haben, getroffen werden. Dabei können Themen beispielsweise sein:
•    Bildung von Mensa-AG/ Essensausschuss
•    Erstellen von Verpflegungskonzepten
•    Aufstellen von Mensa-Regeln
•    Qualitätskriterien als Leistungsvorgaben in Vorbereitung von Ausschreibungen
•    Klimaschutz und Nachhaltigkeit beim Verpflegungsangebot
•    Umfragen zur Schulverpflegung

Die Webanwendung „Unser Schulessen“ unterstützt Schulgemeinschaften, individuell Ihr Verpflegungsangebot zu bewerten und Veränderungen zu planen und zu kommunizieren.

Slogan Mehr wissen, drüber reden, besser essen

Schülerinnen und Schülern beim Schulessen mitbestimmen lassen

Alle Schülerinnen und Schüler müssen die Möglichkeit haben an der Mittagsverpflegung in der Schule teilzunehmen. Und dies ganz unabhängig von ihrem jeweiligen finanziellen, kulturellen und religiösen Hintergrund. Das Essen soll appetitlich angeboten werden, schmackhaft sein und Wahlmöglichkeit bieten. Den Lernenden in Schule sollte ihrem Alter entsprechend zunehmende Verantwortung für ihre Essenentscheidungen ermöglicht werden. Um dies gut in der Gemeinschaft abzustimmen, ist es wichtig Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung der Schulverpflegung einzubeziehen. So können Kinder und Jugendliche partizipieren:
•    in Mensa-AG oder Essenausschuss mitarbeiten
•    über Umfragen zur Zufriedenheit mit dem Schulessen
•    Unterrichts-/oder Ganztagsprojekte zur Verbesserung des Verpflegungsangebotes
Nach § 18a der Brandenburgischen Kommunalverfassung muss die Gemeinde Kindern und Jugendlichen in allen sie betreffenden Angelegenheiten Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte einräumen. Die Schulverpflegung gehört dazu.
Mehr Infos gibt es im Flyer der Vernetzungsstelle für Schüler*innen.

Eltern gut informieren und einbeziehen

In der Schulgemeinschaft sind die Eltern die wichtigsten Bildungs- und Erziehungspartner. Beim Essen und Trinken in der Schule sollten sie auf Augenhöhe einbezogen sein. Ernährungsmuster und Essverhalten von Kindern wird wesentlich durch die Familien geprägt. Damit das Schulessen gut angenommen wird, sollte Einvernehmen über die Qualitätsvorgaben für das Essen mit den Eltern erzielt werden. Da im Land Brandenburg Eltern im Allgemeinen einen Großteil der Kosten tragen, ist Transparenz bei Qualitätsvorgaben und Preis besonders wichtig. Auf Elternabenden und über andere Informationskanäle der Schule sollte regelmäßig über die Verpflegung, die Bedeutung einer regelmäßigen Teilnahme und die Möglichkeiten für ein kostenfreies Essen im Rahmen von Bildung und Teilhabe informiert werden.

Lehrkräfte und pädagogisches Personal unterstützen Partizipation

Lehrkräfte und pädagogisches Personal begleiten das Essen und Trinken in der Schule. Sie ermöglichen, dass Kinder und Jugendliche bei der Ausgestaltung der Verpflegungsangebote mitwirken können. Die dafür notwendigen Beteiligungsformen und -formate – Umfragen, Mensa-AG oder Essenausschuss, Ernährungsprojekte uvm. – werden maßgeblich durch sie organisiert und begleitet.

Damit dies gut gelingt, sollte Schulverpflegung als elementarer Teil des Schullebens und der Schulkultur begriffen werden. Begleitende Ernährungsbildung mit direkten Bezügen zur Lebenswelt im Unterricht und Projekten auch im Ganztag fördert die Akzeptanz und die Wertschätzung für das gemeinsame Essen.

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