Diabetes Mellitus

Unter dem Begriff „Diabetes mellitus“ werden verschiedene Stoffwechselstörungen zusammengefasst, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet sind. Die bekanntesten Formen sind der Diabetes Typ 1 und der Diabetes Typ 2.

In Deutschland sind aktuell circa 8 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, Tendenz steigend. Davon leiden circa 90 % an Diabetes Typ 2 und ein Großteil dieser Personen gehört der Altersgruppe 65 Plus an.

Diabetes mellitus Typ 2 – Altersdiabetes

Beim Diabetes mellitus Typ 2, auch Altersdiabetes genannt, liegt ein relativer Insulinmangel aufgrund einer gestörten Insulinwirkung vor. Ein ungesunder Lebensstil begünstigt häufig die Entwicklung.

Zu den Risikofaktoren zählen:

  • Unausgewogene Ernährung
  • Fettreiche Ernährung
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel

Behandlung des Diabetes bei älteren Menschen

Nicht jeder Diabetes ist folgenschwer. Bei der Behandlung sollte darauf geachtet werden, dass die Blutzuckerwerte im Normbereich liegen. Auf diese Weise können Spätfolgen vermieden oder abgemildert werden.

Zu den Folgen zählen:

  • Durchblutungsstörungen der Extremitäten
  • Nierenschäden (Nephropathie)
  • Nervenschäden (Neuropathie)
  • Augenschäden (Retinopathie)

Neben der medikamentösen Behandlung des Diabetes nimmt die Ernährung eine wichtige Rolle ein. Empfohlen wird eine vollwertige, ausgewogene Ernährung. Sie bewirkt, dass der Blutzuckerspiegel weniger stark schwankt und Folgeschäden vermieden werden können. Zucker bzw. Kohlenhydrate sind – entgegen alter Empfehlungen – nicht verboten. Es sollten allerdings bevorzugt Kohlenhydrate mit einem hohen Ballaststoffanteil verzehrt werden (z. B. Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Vollkornprodukte). Unter Einbeziehung von saisonalen und regionalen Lebensmitteln können so genussvolle und abwechslungsreiche Mahlzeiten entstehen.

Weitere Ernährungsempfehlungen, die bei der Behandlung von Diabetes unterstützen können:

  • Es sollten regelmäßig kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt gegessen werden. Ideal sind 5 Mahlzeiten pro Tag. So können Blutzuckerschwankungen vermieden werden.
  • Bei Süßungsmitteln unterscheidet man zwischen Haushaltszucker, Zuckeraustauschstoffen und Süßstoffen
    • Haushaltszucker (Saccharose) war früher für Diabetiker verboten. Heute sind kleine Mengen erlaubt.
    • Zuckeraustauschstoffe wie Fruchtzucker oder Sorbit sind ebenfalls nur eingeschränkt zu empfehlen, da sie fast ebenso viele Kalorien enthalten wie Haushaltszucker.
    • Süßstoffe (z. B. Aspartam oder Saccharin) sind empfehlenswert, da sie den Blutzucker nicht erhöhen.
  • Alkohol sollte nur im Zusammenhang mit kohlenhydrathaltigen Mahlzeiten getrunken werden, da sonst eine „lebensgefährliche“ Unterzuckerung folgen kann. Deshalb niemals Kohlenhydrate einsparen, wenn Alkohol getrunken wird!
  • Spezielle Lebensmittel für Diabetiker sind nicht erforderlich und haben keinen zusätzlichen Nutzen.
  • Durch regelmäßige Kontrollen der Blutzuckerwerte können Blutzuckerentgleisungen schnell erkannt werden und entsprechende Gegenmaßnahmen erfolgen.

Bei hochaltrigen Menschen mit Diabetes sollten die Behandlungsziele mit dem behandelnden Arzt individuell festgelegt und an den funktionellen Status und Allgemeinzustand des Einzelnen angepasst werden. In erster Linie sollten Behandlungen die Lebensqualität erhalten und zusätzliche Komplikationen vermieden werden.

Weitere Information:

Bei der Deutschen Diabetes Hilfe finden Sie viele hilfreiche Informationen zu geeigneter Ernährung bei Diabetes. Sie erfahren Wissenswertes über Therapien bis hin zu rechtlichen Fragen und erhalten Anregungen für Diabetes-gerechte, schmackhafte Rezepte für jedes Alter.

Auch das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) bietet hilfreiche Informationen und Materialien zum Thema Ernährungsempfehlungen bei Diabetes.

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