Zahlen und Fakten

Hier geben wir Ihnen einen Einblick in relevante statistische Daten aus dem Land Brandenburg, die teilweise durch uns erhoben wurden.

Über 125.000 Essen pro Tag
Im Land Brandenburg muss in allen allgemeinbildenden Schulen sowie in Ganztagsschulen ein warmes Mittagessen zu einem angemessen Preis angeboten werden. In den knapp 900 Brandenburgischen Schulen nehmen etwas mehr als die Hälfte der ca. 240.000 Kinder und Jugendlichen dieses Angebot in Anspruch. Täglich werden schätzungsweise über 125.000 Schulessen ausgegeben, die von circa 120 verschiedenen Essensanbietern gekocht werden. Für die individuellen Vereinbarungen hinsichtlich der Qualität der Speisen und Getränke sowie für die Küchenausstattung sind in Brandenburg etwa 300 verschiedene Schulträger verantwortlich. Die Aufträge für die Schulverpflegungsleistung werden meist im Rahmen von Dienstleistungskonzessionen erteilt.

Kosten für die Schulverpflegung
Regelmäßige Umfragen der Vernetzungsstelle in Brandenburg ergaben, dass der Preis oft ein entscheidendes Krite­rium für die Auftragserteilung durch den Schulträger ist. Im Schuljahr 2016/17 zahlten Eltern für ein Schulessen durchschnittlich 2,65 €. Das sind 0,69 € beziehungsweise 26 Prozent mehr als im Schuljahr 2009/10. Einige Brandenbruger Schulträger subventionieren das Schulessen mit zusätzlich 0,20 – 3,30 € pro Portion.

Preisanstieg um 26 Prozent seit 2009
Der durchschnittliche Essenspreis für die Eltern im Land Brandenburg lag in 2016/17 bei 2,65 € (zwischen 1,00 € und 5,00 € pro Portion). Seit 2009/10 stieg der Preis um durchschnittlich 0,69 € je Portion. Das entspricht einem Anstieg von etwa 26 %. Einige Brandenburger Schulträger ermöglichen durch Zuschüsse einen günstigeren Essenspreis (s.o.).

Stabile Teilnahme trotz steigender Preise
Die durchschnittliche Teilnahmequote am Mittagessen liegt in Brandenburger Grund- und Förderschulen bei 68 % (plus 8 – 10 % seit 2009/10) und bei 22 % in weiterführenden Schulen (minus 6 % seit 2009/10). Jede vierte Lehrkraft in Brandenburg nutzt das Essensangebot in der Schule.

Mehr Mitbestimmung und Qualitätsvorgaben
Vertragliche Vorgaben zur Qualität der Schulverpflegung durch die Schulträger nehmen zu (zwei von drei Schulen), jedoch wird die Umsetzung nur selten kontrolliert. Die Schulen werden auch zunehmend in Entscheidungen über das Essensangebot einbezogen (zwei von drei Schulen). In neun von zehn Schulen gibt es Ansprechpartner*innen für dieses Thema und in jeder dritten Schule bereits Mensa-AGs oder entsprechende Gremien. Veraltete Verträge finden sich häufiger bei kleinen Schulträgern sowie in berlinfernen Regionen.

DGE-Qualitätsstandard noch nicht erfüllt
Erfreulich ist, dass oftmals täglich Getreideprodukte, Kartoffeln oder Reis und regelmäßig Obst in den Schulen angeboten werden. Nach wie vor verbesserungswürdig ist, dass Gemüse und Seefisch zu selten und Fleischgerichte zu häufig auf dem Speiseplan stehen. Auch die Warmhalte­zeiten sind meist zu lang.
Für eine flächendeckende Umsetzung qualitativ hochwertiger Schulverpflegung sind nach wie vor verbindliche Vorgaben und Kontrollen durch die Schul­­­träger sowie eine verbindliche Mitwirkung der Schulen notwendig. Insbesondere in weiterführenden Schulen gibt es aufgrund niedriger Teilnahmequoten oft Schwierigkeiten, das warme Essensangebot perspektivisch überhaupt aufrechtzuerhalten.

Weitere Infos:

Schulleiterbefragung 2016/17
Schulträgerbefragung 2016