Anlässlich des Deutschen Ernährungstages besuchte Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt (MLEUV) am 21. Mai 2026 gemeinsam mit der Vernetzungsstelle Kita- & Schulverpflegung Brandenburg die AWO Kita Kinderland in Potsdam. Die Gäste erhielten Einblicke in die gelebte Ernährungsbildung und die Beteiligung der Kinder an ihrer täglichen Verpflegung.
In der AWO-Kita „Kinderland“ stellten Felix Franke, Koch der Kita, und die stellvertretende Kita-Leitung Janine Mäkel gemeinsam mit Kindern vor, wie gesundes Essen und Mitbestimmung in ihrem Kita-Alltag Hand in Hand gehen. Nach einer kurzen Begrüßung im grünen Innenhof der Einrichtung präsentierte Felix Franke den barrierearmen Speiseplan und erläuterte, wie DGE-Empfehlungen und regelmäßige Qualitäts-Checks mit dem digitalen Tool Unser Kitaessen dabei unterstützen, die Verpflegung stetig weiterzuentwickeln.
Anschließend führten die Kinder durch ihren Essalltag: Sie zeigten ihre Wunschessenbox und demonstrierten mit viel Freude den Teller-Check als interaktive Feedback-Methode. Der Ministerin berichteten die Kinder zusammen mit Janine Mäkel, wie sie bei Entscheidungen rund ums Mittagessen einbezogen werden und was sie am liebsten essen. Neben Burgern steht auch Brokkoli hoch im Kurs bei den Kids. Ein Blick in die Küche bot praktische Eindrücke: von den Arbeitsabläufen über die Motivation bis hin zu allgemeinen Herausforderungen der Gemeinschaftsverpflegung.

v.l.n.r.: Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt (MLEUV), Nanvy Berg (Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Brandenburg), Kita-Koch Felix Franke, Martina Pfaff (Betriebsleiterin), Janine Mäkel (stellvertretende Kita-Leitung)
Im anschließenden Gespräch der Erwachsenen unter sich ging es besonders um aktuelle Herausforderungen der Kitaverpflegung und die nötigen Rahmenbedingungen. Besonders diskutiert wurde der Entwurf für die Reform des Kitagesetzes Brandenburg und die darin vorgesehenen Mehrkosten für die Kitaverpflegung zu Lasten der Familien. Betriebsleiterin Martina Pfaff von der AWO und Nancy Berg von der Vernetzungsstelle waren sich einig, dass viele Familien bis in den Mittelstand hinein diese vier bis acht Euro pro Tag und Kind nicht finanzieren könnten. Pfaff ergänzte, es könne nicht sein, dass der Ganztag eingeführt werde, die Kinder aber dann hungern müssten. Weitere Belastungen für die Familien nach den Preissteigerungen in den vergangenen Jahren dürfe es nicht geben.
Die Ministerin bedankte sich für den ehrlichen Austausch und versprach, diese Themen in ein geplantes Gespräch mit dem Bildungsministerium mitzunehmen.
Genauere Informationen und ein Statement der Ministerin finden Sie in der Pressemitteilung sowie im Beitrag der AWO.
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Bildnachweis: Stefan Engelbrecht, AWO Potsdam