Prävention von Ernährungsarmut bei Senioren und Heranwachsenden im ländlichen Raum Brandenburgs

Eine warme Mahlzeit, ein gedeckter Tisch, gemeinsames Essen – für viele Menschen ist das selbstverständlich. Für andere jedoch nicht. In Deutschland leben Millionen Menschen, die aus finanziellen oder sozialen Gründen nicht regelmäßig ausgewogen essen können. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen – häufig unsichtbar, oft im ländlichen Raum.

Unser Projekt setzt genau hier an: Wir stärken Strukturen, vernetzen Menschen und schaffen Angebote, die gesunde Ernährung und soziale Teilhabe für alle ermöglichen.

Werden Sie Teil unseres Netzwerks!

Wir suchen Multiplikator*innen, Fachkräfte und Interessierte vor Ort aus der Jugend- und Seniorenarbeit für die fachliche Begleitung generationsübergreifender Ernährungsangebote im Land Brandenburg.

Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich über unser Kontaktformular für Multiplikator*innen!

Senioren, Kinder und Jugendliche essen gemeinsam an einem Tisch.
Mehrere Generationen essen gemeinsam in Falkensee.

Was bedeutet Ernährungsarmut?

Ernährungsarmut beschreibt eine Situation, in der Menschen aus finanziellen, sozialen oder strukturellen Gründen keinen regelmäßigen Zugang zu einer ausgewogenen, gesunden und ausreichenden Ernährung haben. Sie ist nicht nur eine Frage von Hunger, sondern auch der Qualität der Nahrung, der Essenssituation und der Teilhabe am sozialen Leben.

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (WBAE) unterscheidet zwei Formen der Ernährungsarmut:

Materielle Ernährungsarmut

Die materielle Ernährungsarmut betrifft Menschen, die sich aufgrund geringer finanzieller Mittel keine gesundheitsförderliche Ernährung leisten können.

Soziale Ernährungsarmut

Neben finanziellen Einschränkungen kann Ernährungsarmut auch soziale Folgen haben. Soziale Ernährungsarmut beschreibt den Ausschluss von gemeinschaftlichen Mahlzeiten und sozialen Aktivitäten rund um das Essen. Betroffene nehmen dadurch weniger am gesellschaftlichen Leben teil.

Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind in Deutschland etwa drei Millionen Menschen von materieller Ernährungsarmut betroffen.

Wie können wir etwas ändern?

Ernährungsarmut lässt sich nur durch ein ganzheitliches Zusammenspiel aus sozialer Unterstützung, niedrigschwelligem Zugang zu gesunden Lebensmitteln und der Stärkung von Ernährungskompetenzen wirksam begegnen.

Gerade alltagsnahe Angebote können einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Lebensqualität und Ernährungssituation von Senior*innen nachhaltig zu verbessern. Gemeinschaftliche Kochgruppen, praxisorientierte Ernährungskurse oder Lieferdienste mit ausgewogenen Mahlzeiten schaffen nicht nur Zugang zu gesunder Ernährung, sondern fördern zugleich soziale Teilhabe und Selbstständigkeit im Alltag.

Weitere Infos

Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichnen Verbraucherschutz (WBAE):
Gutachten „Politik für eine nachhaltigere Ernährung“ (PDF, 20 MB, nicht barrierefrei)

Max Rubner-Institut:
Studie zur Ernährungssituation von Seniorinnen und Senioren in Armut (ELSinA)

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt (MASGZ):
Fortschreibung der Seniorenpolitischen Leitlinien

Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO)

Küchenpartie im Land Brandenburg

IN FORM Verbundprojekt der Verbraucherzentralen und der Europa-Universität Flensburg:
„Gesund und nachhaltig essen mit kleinem Budget“

Hier setzt unser Projekt an:

Das Projekt „Prävention von Ernährungsarmut bei Senioren und Heranwachsenden im ländlichen Raum Brandenburgs“ verbindet Menschen verschiedener Altersgruppen und stärkt die gesamte Lebenswelt vor Ort. Wir setzen auf gesunde Ernährung und entwickeln praxisnahe, niedrigschwellige Strategien, die Armutsrisiken entgegenwirken.

Eine Seniorin und Kinder kochen gemeinsam.
Gemeinsames Kochen in Falkensee.

Zentral ist der Aufbau eines landesweiten Netzwerks von Interessierten und Multiplikator*innen, die von uns geschult werden, um eigene Praxisaktionen vor Ort umzusetzen. So werden ländliche Regionen gestärkt, Erfahrungen geteilt und gute Praxisbeispiele weitergegeben – für eine nachhaltige Verbesserung der Ernährungsversorgung armutsgefährdeter Menschen in Brandenburg.

Ziele:
  • Sensibilisierung für Ernährungsarmut
  • Aufklärung über Lösungsansätze
  • Entwicklung regionsspezifischer Gesundheitsstrategien zur Prävention von Ernährungsarmut
  • Identifizierung von Synergien für übergreifende Jugend- und Seniorenarbeit
  • Vernetzung und Befähigung von Fachkräften & Interessierten vor Ort als Multiplikatoren
  • Themenbezogene (Weiter-)Entwicklung von Stadtteileinrichtungen, z. B. in Kooperation mit Mehrgenerationenhäusern, Begegnungsstätten, Familienzentren Überregionaler Wissenstransfer

Wir suchen Multiplikator*innen, Fachkräfte und Interessierte vor Ort aus der Jugend- und Seniorenarbeit für die fachliche Begleitung generationsübergreifender Ernährungsangebote im Land Brandenburg.

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Bildnachweise
Vernetzungsstelle

 

Dieses Projekt wird ermöglicht durch:

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Die Logos der gesetzlichen Krankenkassen.


www.gkv-buendnis.de

Aktualisiert am 9. Juli 2026
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