Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze: Unter diesem Motto macht der bundesweite Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026 auf die gesundheitlichen Folgen steigender Temperaturen aufmerksam. Angesichts häufiger und intensiverer Hitzewellen gewinnt der Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen, wie z. B. Kinder und ältere Menschen, auch in der Gemeinschaftsverpflegung zunehmend an Bedeutung.
Hitzeschutz beginnt auf dem Teller und im Trinkglas…
… und ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ob regelmäßige Trinkpausen in der Kita, eine angepasste Speiseplanung in Schulen oder die Unterstützung älterer Menschen beim Trinken – oft zeigen einfache Maßnahmen große Wirkung.
Der Hitzeaktionstag erinnert daran, wie wichtig Prävention, Aufmerksamkeit und gemeinsames Handeln sind. Die Vernetzungsstelle Brandenburg leistet hierzu einen wichtigen Beitrag: Sie unterstützt Einrichtungen, Fachkräfte und Familien mit Wissen, Materialien und praxisnahen Lösungen, damit Menschen jeden Alters auch bei hohen Temperaturen gut versorgt bleiben.
Kita und Schule: Kinder sicher durch heiße Tage begleiten
Kinder reagieren empfindlicher auf hohe Temperaturen als Erwachsene. Ihr Körper kann Wärme noch nicht so effektiv regulieren, gleichzeitig sind sie beim Spielen und Lernen besonders aktiv. Ausreichendes Trinken und eine angepasste Verpflegung sind deshalb entscheidend.
Im Rahmen des GKV-geförderten Projekts KOMPASS hat die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Brandenburg einen praxisnahen Leitfaden zum verpflegungsbezogenen Hitzeschutz entwickelt. Er unterstützt Einrichtungen dabei, hitzebedingte Belastungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu treffen. Den Leitfaden und viele weitere Materialien erhalten Brandenburger Kita- und Schulträger nach einer einmaligen kostenlosen Anmeldung auf der KOMPASS-Website.
Das Grundprinzip ist dabei einfach und wirksam:
Mehr trinken – leichter essen – kleinere Portionen – frisch und kühl organisieren – aktiv steuern.
Von der Gestaltung attraktiver Trinkangebote über die Auswahl geeigneter Speisen bis hin zur Organisation der Essensausgabe bietet der Leitfaden konkrete Handlungsempfehlungen für den Alltag in Kitas und Schulen.
Seniorenernährung: Trinken nicht vergessen
Auch ältere Menschen zählen zu den besonders gefährdeten Gruppen während Hitzeperioden. Mit zunehmendem Alter nimmt das natürliche Durstempfinden ab, während die Fähigkeit des Körpers zur Temperaturregulation nachlässt. Die Folgen können Dehydrierung, Kreislaufprobleme oder hitzebedingte Gesundheitsrisiken sein.
Die Vernetzungsstelle Brandenburg informiert deshalb auf ihrer Themenseite „Trinken im Alter“ über Möglichkeiten, eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung zu gewährleisten. Die Angebote richten sich an Seniorinnen und Senioren ebenso wie an pflegende Angehörige, Pflegefachkräfte und weitere Unterstützende im Alltag.
Praxisnahe Tipps, leicht umsetzbare Empfehlungen und Hintergrundinformationen helfen dabei, rechtzeitig Vorsorge zu treffen und die Gesundheit älterer Menschen auch während Hitzewellen zu schützen.
Lassen Sie uns im Rahmen des Hitzeaktionstages 2026 gemeinsam Verantwortung übernehmen, denn wirksamer Hitzeschutz beginnt dort, wo Gesundheit täglich gelebt wird – beim Essen, Trinken und Füreinander-Sorgen.
Weitere Informationen zum Hitzeschutz finden Sie hier:
KOMPASS: Materialien zu Vergabe und Ausschreibung (Hier finden Sie auch den Leitfaden zu verpflegungsbezogenem Hitzeschutz in Kita und Schule)
Podcast „zu Tisch bitte“, der Ernährungspodcast aus Niedersachsen (DGE Sektion Niedersachsen und der Vernetzungsstelle Seniorenernährung):
- Mehr trinken, klug essen – So kommen ältere Menschen gut durch die Hitze!
- Die Kids Edition: **KIDS EDITION** Den Hitzewellen trotzen: Klimafreundlich essen und trinken in der Kita
Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG): Hitze und Gesundheit
Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) – Coole Drinks für die Sommerzeit
Bildnachweis: Jenny Sturm auf Adobe Stock