Steigende Anforderungen, knappe Budgets: Neue Studie beleuchtet Kita- und Schulverpflegung

Wie viel darf gutes Kita- und Schulessen kosten? Und wie lassen sich steigende Qualitätsanforderungen bei gleichzeitig wachsendem Kostendruck umsetzen? Eine aktuelle Studie der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) gibt Einblicke in die Situation der Kita- und Schulverpflegung in Deutschland.

Für die kürzlich veröffentlichte Studie „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Kita- und Schulverpflegung im Spannungsfeld von Versorgungsauftrag, Qualität und Kostendruck“ wurden 305 Unternehmen mit insgesamt rund 10 Millionen ausgegebenen Essen pro Woche befragt. Ziel der Online-Befragung war es, aktuelle Daten zur Situation der Kita- und Schulcaterer im gesamten Bundesgebiet zu erfassen.

Auch wenn die Ergebnisse nicht repräsentativ sind, vermitteln sie einen aktuellen Einblick in die Herausforderungen der Branche. Besonders deutlich wird: Der Preisdruck bringt die Verpflegungsanbieter zunehmend an die Grenzen des Machbaren.

Qualität trifft auf Kostendruck

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:

  • Ein Mittagessen kostet bei den befragten Caterern durchschnittlich 4,21 Euro netto.
  • Die wirtschaftlichen Spielräume für die Umsetzung der geforderten Qualität werden immer kleiner.
  • Bei der Vergabe von Verpflegungsleistungen ist der Preis häufig ein entscheidendes Kriterium – auch dann, wenn gleichzeitig hohe Anforderungen an die Qualität gestellt werden.
  • Der soziale und präventive Stellenwert des gemeinsamen Mittagessens in Kita und Schule wird aus Sicht der Studie auf politischer Ebene noch nicht ausreichend berücksichtigt.

Kita- und Schulverpflegung ist mehr als nur Mittagessen

Die Studie macht zugleich auf die großen Chancen einer guten Gemeinschaftsverpflegung aufmerksam. Gemeinsame Mahlzeiten fördern soziale Teilhabe und bieten prägende Ernährungserfahrungen. Insbesondere für Kinder aus einkommensschwächeren Familien ist sie eine wichtige Unterstützung.

Eine gesundheitsförderliche Verpflegung unterstützt dabei, ernährungsbedingte Erkrankungen vorzubeugen. Damit erfüllt sie einen maßgeblichen Beitrag zur Gesundheitsprävention indem sie dazu beiträgt, Folgekosten für das Gesundheitssystem zu reduzieren.

Gute Verpflegung braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Die Ergebnisse zeigen: Steigende Qualitätsansprüche und begrenzte Budgets stehen zunehmend in einem Spannungsfeld. Damit Kitas und Schulen auch künftig eine bezahlbare und qualitätsvolle Verpflegung sicherstellen können, braucht es entsprechende politische Unterstützung und verlässliche Rahmenbedingungen.

Weitere Informationen zur Studie

Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG): „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Kita- und Schulverpflegung im Spannungsfeld von Versorgungsauftrag, Qualität und Kostendruck“

Bildnachweis: www.oekolandbau.de / Copyright BLE / Eberhard Schorr

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